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Psychiatrie in Köln
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 © 2011 Medienbüro Dirk Ebel

 

Bild Ringe

 

Ein kurzer geschichtlicher Abriss des Kölner Vereins für Rehabilitation:

Die psychiatrische Versorgung in Köln ist seit 40 Jahren eng mit dem Namen Kölner Verein für Rehabilitation e. V. verknüpft. Ausgehend von der Stimmung in der Psychiatrie der 70er Jahre, den Forderungen der Psychiatrie-Enquete, der Initiativen in Italien - Stichwort Auflösung der Irrenhäuser - , den Vorkommnissen in der Klinik Brauweiler und dem Aufbau der Rheinischen Klinik Köln Merheim gründeten engagierte Kölner Bürger, Politiker und Fachleute 1974 den Kölner Verein für Rehabilitation.

Ziel war es, gemeindenah die notwendigen Hilfen für psychisch Kranke anzubieten, um Klinikaufenthalte zu vermeiden, bzw. zu verkürzen und den Betroffenen ein Leben außerhalb von Klinikmauern zu ermöglichen. 1976 wurde als erste Einrichtung das Machabäerhaus eröffnet, benannt nach der Straße, in der das Übergangswohnheim für 16 psychisch Behinderte bis vor einigen Jahren war. Heute befindet es sich in der Weißenburgstraße. Es war das erste sozialpsychiatrische Wohnheim in Köln.

Ein Jahr später kam der berufsbegleitende Dienst (ehemals BBD heute IFD), ein Fachdienst für berufsbegleitende Hilfen für psychisch Kranke hinzu.
Wieder ein Jahr später in 1978 wurde das Dauerwohnheim Dreikönigenhaus in Köln-Mülheim eröffnet. 1984 folgten das Betreute Wohnen und 1989 das Sozialpsychiatrische Zentrum Köln-Ehrenfeld, das erste seiner Art in Köln. Hier wurde neben der engen Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln auch ein Teil des Betreuten Wohnens integriert. Der andere Teil des Betreuten Wohnens wurde Kooperationspartner im SPZ in Mülheim.
Nach Eröffnung der Tagesstätte im SPZ Ehrenfeld 1993 entstand die Tagesstätte in Mülheim im Haus des dortigen SPZ.

2007 wurde die ambulante medizinische Rehabilitation für psychisch kranke Menschen, OSKAR, eröffnet, eines der bundesweit ersten Angebote dieser Art. Kurze Zeit später wurde eine Ergotherapiepraxis mit psychiatrischen Schwerpunkt gegründet, die zum Jahresbeginn 2009 ausgeweitet werden konnte.

2008 ging der Kölner Verein eine Kooperation mit den Alexianer-Service-Betrieben ein. Am Werkstattstandort in der Regentenstraße in Köln Mülheim werden als Folge der Zusammenarbeit dezentrale Teilzeitarbeitsplätze für psychisch kranke Menschen geschaffen.

Im April 2008 konnte in Köln-Ehrenfeld ein Wohnprojekt für Wohngemeinschaften umgesetzt werden.

Im Juli 2012 wurde das "Netzwerk für psychische Gesundheit Köln" eröffnet, ein Angebot des Kölner Vereins für integrierte Versorgung von psychisch kranken Kölner Bürgern. In Kooperation mit mehreren Krankenkassen bietet das Netzwerk feste Ansprechpartner, Krisenbegleitung, Hometreatment, 24-Stunden Erreichbarkeit der Koordinierungsstelle und Rückzugsräume.

Training lebenspraktischer Fertigkeiten, Hilfen bei Problemen am Arbeitsplatz, Betreuung von Wohngruppen, ambulante Behandlung, Hausbesuche, beschäftigungstherapeutische und tagesstrukturierende Angebote sind nur einige Schwerpunkte unserer Arbeit mit psychisch Kranken. Sie gehören inzwischen zu den Standards einer gemeindenahen, psychiatrischen Versorgung. Das war nicht immer so und daher sind wir auch ein wenig stolz mit unserer Arbeit dazu beigetragen zu haben, diese Standards durchzusetzen.

Bild Stadthektik

          Kölner Verein  für                 Rehabilitation e.V.  
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